Sylvia Necker

(urban) researcher ::: curator ::: historian ::: sound artist ::: 

nottingham (GB) ::: frankfurt/main (DE) ::: hamburg (DE) :::

zeit- und architekturhistorikerin ::: klangwerkerin ::: ausstellungsmacherin :::

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Online-Ausstellung „Bildgeschichte(n)“, 7.5.2019

Launch der Online-Ausstellung „Bildgeschichte(n). Jüdische Privatfotografie im 20. Jahrhundert“ im Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg, Beim Schlump 83, 20144 Hamburg, Seminarraum im 2. OG. Am 7. Mai 2019 um 18:30 Uhr. 

Die vierte Online-Ausstellung im Rahmen der Schlüsseldokumente-Edition widmet sich visuellen Quellen jüdischer Geschichte. Während schriftliche Quellen wie Briefe, Tagebuch-Einträge oder amtliche Dokumente tägliches Analysematerial für Historikerinnen und Historiker sind, scheinen gegenüber Bildquellen – trotz des „visual turns“ in der Geschichtswissenschaft – immer noch Vorbehalte und Unsicherheiten zu bestehen. Die Ausstellung „Bildgeschichte(n). Jüdische Privatfotografie im 20. Jahrhundert“ lotet die Möglichkeiten aus, andere und zusätzliche Geschichten am Beispiel von privaten Fotoalben sowie Einzelfotografien zu erzählen.

Nach einem kurzen Einführungsvortrag zur Online-Ausstellung sprechen Prof. Dr. Miriam Rürup, Direktorin des IGdJ, und die Kuratorin der Ausstellung Dr. Sylvia Necker, Research Fellow an der University of Nottingham, über die Bedeutung von Bildquellen für die jüdische Geschichte.

Außerdem finden im Rahmen der Online-Ausstellung die Vortragsreihe „Kamerablicke. Jüdische Bildgeschichte(n)“ statt: Trotz des vor Jahren vielfach beschworenen „visual turns“ fristen Bildquellen in den Geschichtswissenschaften weiterhin ein Randdasein. Dabei können historische Zeichnungen, Fotografien oder Filme wichtige Einblicke geben und mitunter andere Perspektiven auf den Untersuchungsgegenstand eröffnen. Sechs WissenschaftlerInnen stellen ihre Forschungen zu historischem Bildmaterial vor. Sie verstehen Bilder nicht als Abbildungen, sondern als kritisch zu hinterfragende Quellen, die gerade aufgrund ihrer vermeintlichen Authentizität dekonstruiert werden müssen. Die Themen reichen dabei von der Frage nach jüdischen Gegenbildern zum antisemitischen Bilddiskurs im Nationalsozialismus über die Bedeutung von Fotoalben für die Konstruktion von Familiengeschichten im Kontext von Migration, Flucht und Exil, bis hin zur visuellen Nationswerdung im Staatsbildungsprozess Israels oder der fotografischen Erkundung jüdischen Lebens in Ungarn.
Die Vortragsreihe findet begleitend zur vierten Online-Ausstellung im Rahmen der Online-Quellenedition „Hamburger Schlüsseldokumente zur deutsch-jüdischen Geschichte“ (juedische-geschichte-online.net) statt. Sie widmet sich ebenfalls (der) „jüdischen Bildgeschichte(n)“.

Termine: 21.5.2019, 28.5.2019, 04.6.2019, 11.6.2019, 25.6.2019. Jeweils Dienstags um 18.30 Uhr im IGdJ, Beim Schlump 83, 20144 Hamburg. Der Flyer zur Vortragsreihe findet sich hier: PDF