Sylvia Necker

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Hamburger Siedlungen im Vergleich

Großstrukturen im Vergleich. Die Siedlungen Neu-Allermöhe und Mümmelsmannsberg. Ein Rundgang von und mit Sylvia Necker für die Freunde der Kunsthalle Hamburg 

Mit Großsiedlungen assoziieren die meisten zunächst Beton, soziales Ghetto und Hässlichkeit. Beispiele in Hamburg gibt es genug: man müsste nur einmal nach Steilshoop, Osdorfer Born oder in die Siedlung Mümmelmannsberg fahren. Doch sind Großstrukturen wie diese Siedlungen nicht nur Ende der 1960er Jahre entstanden, vielmehr gehört verdichteter bzw. aufgelockerter Siedlungsbau zur Geschichte des Wohnungsbaus der letzten 150 Jahre.

In unserem Rundgang schauen wir uns zwei Zeitschichten an: die Großsiedlung Mümmelmannsberg aus den 1960er Jahren und die benachbarte Siedlung Neu-Allermöhe aus den 1980er und 1990er Jahren. Beide befinden sich im Osten der Stadt, beide starteten als Neu-Erfindung des Wohnungsbaus und waren mit utopischen Zielen aufgeladen. Vor allem die Idee einer sozialen Mischung sollte die beiden Siedlungen zu „best practice“ Beispielen machen. Heute wird jedoch Neu-Allermöhe als sicherste Siedlung Hamburgs beworben, während Mümmelmannsberg wie viele andere Großsiedlungen aus den 1960er Jahren mit einem schlechten Ruf zu kämpfen hat.

Der Vergleich der beiden Großstrukturen soll zeigen, wie unterschiedlich die beiden Siedlungen mit Auflockerung und Verdichtung, mit den Gestaltungsmöglichkeiten von Grün- und Freiräumen sowie mit der Infrastrukturplanung wie Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und Kulturzentren umgegangen sind. Welche Vorbilder aus dem europäischen Städtebau und der Stadtplanung lassen sich in beiden Siedlungen finden? Welche Stadtteilentwicklungsideen standen damals im Mittelpunkt und mit welchen Zielen werden Neu-Allermöhe und Mümmelmannsberg heute weiterentwickelt? 

Termine
(1) Sa, 17. Juni 2017,11:00-15:00 Uhr – Classic
(2) Sa, 17. Juni 2017,16:00-20:00 Uhr – Advanced