Sylvia Necker

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Immer nur Hitler?, 12.2.2017

Einführungsvortrag IMMER NUR HITLER? KOMMENTAR ZU EINER KONJUNKTUR von Sylvia Necker, 12. Februar 2017, 18 Uhr

Hannah Schassner (Regie, Idee, Text und Konzept) und Linus Koenig (Dramaturgie) stellen zunächst das Konzept von SIE HEIL vor: Ein mikrokosmisches Versuchslabor, das die Dynamiken und Mechanismen extremistischen Denkens im Kleinen widerspiegelt und offenlegt und ganz nebenbei noch die existentiellen Fragen des Schauspielerberufs stellt.

Die Historikerin Sylvia Necker, die die Produktion beratend begleitet hat, hält mit “Immer nur Hitler? ‎Kommentar zu einer Konjunktur” einen Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion zu den tatsächlichen, historischen und soziologischen Hintergründen der Produktion.

SIE HEIL. Hitler, wie sie keiner kennt.
Ein Stück von Hannah Schassner
mit: Iris Reinhardt Hassenzahl und Marlene Zimmer

Premiere: 10.02.2017 um 20 Uhr
Weitere Vorstellungen: 12.02.* um 18 Uhr // 11.03. // 12.03.// 20.04. // 21.04., jeweils 20:00 Uhr
Theater Landungsbrücken Frankfurt, Gutleutstr. 294, Frankfurt a.M.

Wer sich schon immer staunend gefragt hat, wie das denn in den 1930ern passieren konnte, in kurzer Zeit soviel Hass zu sähen, kann es nun live und in Farbe miterleben: Denn dazu muss man schließlich erst Mal die genauen Hitlergründe kennen. Ist halt so. War die handelsübliche Hitlerdarstellung bislang vor allem eine Männerdomäne, stellen Marlene und Iris jetzt gemeinsam die braune Evchen-Frage. Die Frau hat auch ihr Schlachtfeld. Flink wie Windhunde, zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl, das wollen sie sein. Ist halt so. Nicht die Naive, nicht das Sexobjekt, nicht das Heimchen am Herd, nicht das forsche Bauernweib. Was bleibt noch übrig? Ein Mann. Und welche Männerfigur verkörpert all das besser, was Frauen eben nicht sind? Hitler. Ist halt so.

Zwischen Hitler-Parodie, Hitler-Trash und Hitler-Biografie spitzt sich das zu, was als fixe Idee und lustiges Spiel beginnt. Plötzlich argumentieren und handeln da zwei Frauen auf der Bühne, die mehr und mehr in die Spirale von Verführung, Identifikation und Sinngebung gesogen werden. Bis zum bitteren Ende. Eine muss es ja tun. Ist halt so.

Regie/Konzept/Textfassung: Hannah Schassner
Dramaturgie/Textfassung: Linus Koenig
Historische Beratung: Sylvia Necker
Ausstattung: Johannes Schwalm
Technik: Felix Bieske
Graphik: Linus Koenig
Fotografie: Niko Neuwirth

http://www.landungsbruecken.org/de/programm_aktuell.php?t524=detail,3844
http://sieheil.jimdo.com/

Mit freundlicher Unterstützung: Landungsbrücken Frankfurt, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst