Sylvia Necker

(urban) researcher ::: curator ::: historian ::: sound artist ::: 

nottingham (GB) ::: frankfurt/main (DE) ::: hamburg (DE) :::

zeit- und architekturhistorikerin ::: klangwerkerin ::: ausstellungsmacherin :::

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Stadt und Denkmal, 9.9.2016

Stadt und Denkmal – was erhalten, wie entwickeln?
Stadtwerkstatt zum Tag des offenen Denkmals, 9.9.2016. Eine Kooperationsveranstaltung der Kulturbehörde (Denkmalschutzamt) und der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (LP/Stadtwerkstatt). Link zur Dokumentation: Broschüre Stadtwerkstatt 12 [2016]

Panel 1 Bauliches Erbe zwischen Gefühl und Gesetz –was schützt Denkmalschutz? Diskutanten: Elinor Schües (Architektin, Denkmalrat), Dr. Sylvia Necker (Kunsthistorikerin), Dr. Christine Onnen (Denkmalschutzamt) und Dirk Meyhöfer (Journalist)

2016-09-Poster_SWS_12-Stadt_und_Denkmal

Seit vielen Jahren findet zum Auftakt der Tage des offenen Denkmals am vorausgehenden Freitagnachmittag ein öffentliches Fachkolloquium zum jeweiligen Jahresmotto durch, welches von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vorgegeben wird. Angesichts des diesjährigen Mottos „Gemeinsam Denkmale erhalten“ ist das Denkmalschutzamt auf die BSW/LP/Stadtwerkstatt mit der Anregung zugegangen, in diesem Jahr das Kolloquium beh.rdenübergreifend
gemeinsam im Format der Stadtwerkstatt zu gestalten. Ziele ist es, breitere Kreise der Öffentlichkeit zu erreichen als bei den traditionellen Fachkolloquien und die gemeinsamen Bemühungen der Behörden um den Erhalt der Gestalt und Identität Hamburgs zum Ausdruck zu bringen.

Im Mittelpunkt dieser Stadtwerkstatt soll die Frage stehen, wie Denkmale in einer rasant wachsenden Stadt erhalten, zukunftsfähig weiterentwickelt und zu einem positiven Beitrag für die Stadtentwicklung werden können. Der schnell steigende Bedarf an Neubauten für Wohnraum, Arbeitsplätze und Infrastrukturen übt gewaltigen Druck aus auf Gebäudebestand und städtebauliche Identität – dabei geht es keinesfalls allein um Denkmale, sondern um den baulichen Bestand der Städte insgesamt.

Diese Situation macht den Dialog zwischen verschiedenen Fachdisziplinen und Akteuren nötig. Denkmalschützer müssen sich mit Stadtplanern verständigen, Investoren mit zivilgesellschaftlichen Initiativen und vice versa. Es muss ein Diskurs darüber geführt werden, wie wir bei rasantem Stadtwachstum mit dem baulichen Erbe Hamburgs umgehen wollen und welche Potentiale das bauliche Erbe für die Stadt von morgen bietet.

– Wo müssen wir unsere Normen und Verfahren neu justieren und wie erreichen wir eine bessere Kooperation zwischen Akteuren und Disziplinen?
– Wie weit kann der der Staat den Denkmalschutz gewährleisten? Wo ist das Engagement der Zivilgesellschaft gefordert?
– Wie gehen wir damit um, dass viele Bauten juristisch keine Denkmale sind, ihre Bedeutung für die Identität und Spezifik von Stadt und Quartier aber offensichtlich ist?

Der Austausch über positive und kritische Erfahrungen bei der Veränderung und Erhaltung des baulichen Erbes und die Suche nach kreativen Strategien und Methoden sollen den Dialog auf Augenhöhe zwischen den maßgeblichen Akteuren voranbringen.